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Warum es dieses Tierheim gibt

Wie aus einem Tötungstierheim der einzige Ort im System wurde, der Hunde rettet – und warum sie immer noch Zuhause brauchen.

Vorher und nachher

Vor 2020

Das Tierheim war eine Tötungseinrichtung des städtischen Hygienedienstes.

Ihre Aufgabe war, Streuner einzufangen – nicht, sich um sie zu kümmern. Hunde wurden ohne Futterbudget, ohne Tierarzt, ohne Reinigungsplan in Zwinger gepfercht. Krankheiten breiteten sich unkontrolliert aus. Wenn die Zwinger voll waren, wurden gesunde Hunde getötet, um Platz zu machen. Niemand draußen wusste davon. Ehrenamtliche durften nicht rein. Die Öffentlichkeit sah nie, was hinter den Toren passierte.

Im serbischen Recht werden Tiere als Eigentum eingestuft – nicht als empfindungsfähige Wesen. Ein Tierheim, das gesunde Hunde tötet, brach kein Gesetz.

Heute

Dasselbe Gebaeude. Kein Toeten mehr. Hunde finden Zuhause.

Vesna, Pravo na zivot, lokale Unterstuetzer und das Shelter-Team haben taegliche Versorgung aufgebaut: fuettern, reinigen, spazieren gehen, Impfungen, Gesundheitschecks und Kastrationen.

Das Toeten hoerte 2020 auf. Aber die Hunde sind noch da und warten weiter auf Zuhause.

Was es brauchte

  • Nach 2020

    Vesna Teodorović gründet „Pravo na život” (Recht auf Leben). Erkämpft uneingeschränkten Zugang zum Tierheim – zuvor für Außenstehende geschlossen.

  • Nach 2020

    Das Töten hört auf. Komplett. Einschließlich Hunde, die die alte Leitung als „aggressiv“ eingestuft hatte. Ein neuer Tierheimleiter wird eingesetzt.

  • Nach 2020

    Die Stadt hebt das Verbot auf, streunende Hunde zu füttern – eine Verordnung von 2016, die es illegal machte, einem hungrigen Tier auf der Straße Futter zu geben. Die Zwei-Hunde-Grenze pro Haushalt wird ebenfalls abgeschafft.

  • Nach 2020

    Am 18. Dezember verbietet Sabac Silvesterfeuerwerk stadtweit auf Antrag von “Pravo na zivot”. Laut Schaetzungen sterben in Serbien jedes Jahr rund 5.000 Haustiere waehrend der Feiertage.

  • Nach 2020

    Šabac stellt 3 Millionen Dinar für Kastrationen bereit – rund 400 Eingriffe. Das Einzige, was die Streunerpopulation tatsächlich reduziert. Vesna spricht an der Juristischen Fakultät der Universität Belgrad. Sie meldet 4.000 unregistrierte Züchter in Serbien – keiner zahlt Steuern, keiner wird zur Rechenschaft gezogen. Die Stadt installiert Hundehütten in öffentlichen Parks.

  • Nach 2020

    Partnerschaft mit Strays e.V. (Berlin) – ein deutscher Verein, der nicht nur Hunde ins Ausland vermittelt, sondern in die Verbesserung der Bedingungen vor Ort investiert.

Vesna Teodorović

Vesna betreibt mit ihrem Mann ein Bekleidungsgeschäft in Šabac – und verbringt ihre Freizeit im Tierheim: Hunde füttern, Tierarztbesuche koordinieren, Vermittlungsveranstaltungen organisieren und Schulen besuchen, um mit Kindern darüber zu sprechen, was es bedeutet, für ein Tier verantwortlich zu sein. Einen großen Teil der Arbeit finanziert sie aus eigener Tasche.

Sie gründete „Pravo na život”, gewann Ehrenamtliche und setzte sich gegen die Stadtverwaltung durch, um das Töten im städtischen Tierheim zu stoppen.

Vesna betreibt nicht nur ein Tierheim – sie bekämpft das System, das Tierheime nötig macht. An der Universität Belgrad forderte sie, dass serbisches Recht Tiere als empfindungsfähige Wesen anerkennt statt als Eigentum. Sie meldete 4.000 unregistrierte Züchter, die ohne Aufsicht und ohne Steuern operieren und das Land mit Welpen überschwemmen, die auf der Straße landen. Sie forderte eine nationale Datenbank für Tierquäler und echte Gefängnisstrafen für Grausamkeit – nicht die Verwarnungen und Geldbußen, die derzeit Standard sind.

Zu Hause hat Vesna etwa 70 Hunde und 10 Katzen auf ihrem eigenen Grundstück – Tiere, die nirgendwo anders hinkonnten. Sie hat kein einziges gekauft – alles Rettungstiere, die nirgendwo anders hinkonnten.

Die Art, wie eine Gesellschaft ihre Tiere behandelt, ist ein Spiegel dieser Gesellschaft.
Vesna Teodorović
Ein hungriger Hund sucht Futter und folgt Menschen mit Tüten. Das ist keine Aggression – das ist Hunger.
Vesna Teodorović

Strays e.V. – Keine weitere Rettungsorganisation

Strays e.V. ist ein eingetragener Verein in Berlin. Anders als viele Rettungsorganisationen fliegen sie nicht nur Hunde ins Ausland – sie finanzieren Kastrationen, medizinische Versorgung und Infrastruktur dort, wo die Tiere tatsächlich sind. Ihr Ziel: diese Hunde aus dem Tierheim in ein Zuhause bringen.

Strays e.V. wird ausschließlich von Ehrenamtlichen geführt. Jede Spende fließt in die Gesundheit der Hunde und ihre Vermittlungsbereitschaft. Wenn ein Hund vermittelt wird, ist das das Ergebnis.

Strays e.V. ist vom Finanzamt Köln-Süd als gemeinnützig anerkannt. Alle Spenden sind in Deutschland steuerlich absetzbar.

Sitz

Berlin, Deutschland
Eingetragener Verein (Finanzamt Köln-Süd)

Spenden

Bank: IBAN DE70 4306 0967 1316 4725 00
BIC: GENODEM1GLS (GLS Bank)
PayPal: Teamwork@strays.de

Diese Hunde sind bereit. Bist du es?

Vesna, Pravo na zivot, lokale Unterstuetzer, das staedtische Tierheim und Strays e.V. haben geholfen, das Toeten zu stoppen und die Hunde sichtbar zu machen. Nur mit nach Hause nehmen koennen sie sie nicht alle.

Šabac Shelter Dogs

Hunde im Tierheim in Šabac, Serbien. Alle bereit für ein Zuhause. Unterstützt von Ehrenamtlichen und Strays e.V., Berlin.

E-Mail: pravonazivotsabac@gmail.com
Telefon: +381 63 8130993

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